• Gastfreundschaft erleben – Edmund (links) und Irene Sprenger mit Tochter Ulrike und einem Gast
  • Ein Herz und eine Seele – Ulrike und Carsten Sprenger
  • Urlaubsgrüße 1973 – die erste Postkarte des Park-Cafés Sprenger
  • Es darf auch noch klassisch sein – Postkarten nach dem Relaunch
  • Oma und Opa sind die Besten – Familienurlaub in Bad Sassendorfs Sevilla

Familiengeschichte

„Ich habe nie das Rechnen verlernt“, so beginnt der Rückblick der Senior-Chefin Irene Sprenger. Am 15. Februar 1973 erfüllt sich das Ehepaar Edmund und Irene Sprenger seinen langgehegten Traum und eröffnet das Park-Café. Sie blicken auf Jahre der Sparsamkeit und beruflichen Doppelbelastungen zurück – er als Kaufmann ist neben seiner Festanstellung als Bauleiter in jeder freien Minuten vor Ort und sie neben ihrer Tätigkeit als Sekretärin die gute Seele für die Familie und Bauarbeiter.

Mit der wunderschönen Eröffnungsfeier beginnt für beide ein 19 Stunden-Tag. Morgens um 5:00 Uhr putzt Irene Sprenger das Café, sorgt, dass ihre Kinder Ulrike und Carsten pünktlich zur Schule und in den Kindergarten kommen und bereitet für 16 Hotelgäste das Frühstück vor. Bis 10:00 Uhr müssen die Zimmer geputzt sein, damit die Chefin pünktlich die Besucher des Cafés einlassen kann. Mittags-Imbiss, Kaffeegeschäft und Tanzabende runden das Aufgabenfeld ab.

Gastfreundschaft erleben

Eine Tragödie ereignet sich bereits im ersten Betriebsjahr. Auf dem Weg vom Einkauf für das Hotel verunglückt Edmund Sprenger tödlich. Die Gäste bekommen von all den Anstrengungen und Herausforderungen der Hausherrin nichts mit. Sie fühlen sich bei Sprengers willkommen. 1979 wird das Hotel erstmals mit einem Anbau erweitert. Ab nun gibt es einen separaten Frühstücksraum für die Hausgäste – und die Kinder bekommen ihre eigenen Zimmer. Zumindest während der Schulzeit besitzen sie nun ihr eigenes Reich. In den Sommerferien geht es für sie zu Oma und Opa ins Sauerland, so dass zusätzliche Hotelgäste ihren Urlaub im beliebten Park-Café Sprenger verbringen können.

1982 gibt es Familienzuwachs mit Heinrich Stork. Er ist das neue Glück an der Seite von Irene Sprenger und unterstützt sie von nun an mit seiner ganzen Herzlichkeit im Hotel und wird zum guten Freund ihrer Kinder. Mit ihm gemeinsam wagt die Chefin eine weitere Aufstockung der Bettenkapazität und bietet als eines der ersten Häuser in Bad Sassendorf jedem Gast sein eigenes separates Bad mit Dusche und WC sowie das Frühstück in Büfettform im neuen erweiterten Frühstücksraum. Die Familie zieht in ihr eigenes Domizil und Gäste in die hinzugewonnenen Fremdenzimmer.

Aus dem Wunsch vieler Gäste im Hause ihre Familienfeste feiern zu wollen, entsteht die Idee für einen Wintergarten, die im Jahre 2001 in die Tat umgesetzt wird. Im Zuge dieser Modernisierung wird das Hotel zugleich mit Einzelbalkonen aufgerüstet. „Wir haben immer investiert und für unsere Gäste gelebt“, erinnert sich die Senior-Chefin als sie den Staffelstab des Familienbetriebes 2003 an ihre Tochter weiterreicht. Von Kindesbeinen an hat Ulrike Sprenger die Freude am Umgang mit Gästen erlebt und entscheidet sich mit genauso viel Herzblut für das Umsorgen der inzwischen 20-köpfigen Mitarbeitermannschaft, der vielen Stammgäste und neu hinzugewonnenen Urlauber.

Gastfreundschaft und Gastfreiheit gehören zusammen. Während Gastfreiheit Raum gibt, drückt Gastfreundschaft Nähe aus. Beides zusammen entfaltet Leben.
Fritz Schroth

Gleich in ihrem ersten Geschäftsjahr zeigt sie mit einigen Neuerungen ihre eigene Handschrift. Die Gäste können nun bequem per Aufzug in ihre Zimmer gelangen, die Rezeption blüht zum Empfangs- und Verweilbereich auf und alle freuen sich über einen neuen Hausprospekt. Und die Junior-Chefin beweist ferner ihre Weitsicht. Sie stellt sich den neuen ökologischen Erfordernissen, als sie gemeinsam mit ihrer Mutter den Bau eines Apartmenthauses vorantreibt und spricht mit dem Konzept der exklusiven mediterranen Urlaubsparadiese auch jüngere Reiselustige an. „Komfort-Wohnungen mit dem Klimaschutz zu verbinden war unser Wunsch, und wir haben es geschafft“, resümiert Ulrike Sprenger bei der Eröffnung im September 2012.

Und keine drei Jahre später werden die Gäste wieder mit etwas Besonderem überrascht. Mit der Wiedereröffnung des Café-Restaurants genießen die Gäste nun endlich auch die sehnsüchtig erwartete und immer wieder nachgefragte Haustorte. Selbst das neue Raumkonzept, das Modernes mit der traditionellen Atmosphäre verbindet, nimmt Anregungen und Wünsche auf – ganz nach dem Sprenger-Motto: „Wir leben für unsere Gäste und lieben, was wir tun!“

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